Ausstellung „In Vielfalt geeint“ im Steinfurter Kreishaus zu Gast

Der 64. Europäische Schülerwettbewerb „In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne“ zeigt wie junge Menschen das vereinte Europa. 85.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa gingen auf Spurensuche in Europas reichem Kulturschatz und schufen beachtenswerte künstlerische Werke. Das europe direct Informationszentrum Steinfurt zeigte in Kooperation mit der Europa-Union Deutschland – Kreisverband Steinfurt e.V., die besten Arbeiten des Wettbewerbs vom 20. Oktober bis 7 November 2017 im Eingangsbereich zu den Sitzungssälen und der Kantine des Kreishauses in Steinfurt. Nächste Station ist das Kopernikus Gymnasium in Rheine.

In dem abgeschlossenen Wettbewerb waren Vielfalt und Individualität gefragt: Ob Gemälde, Trickfilm, Plakatserie, Comic oder Hip-Hop-Video – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. „Musik verbindet“, so überschrieb die 11jährige Magdalena Mitländer aus Bayern ihre Arbeit und zeigte mit dem Volkslied „Bruder Jakob“ eindrucksvoll, wie eine einfache Melodie Nationen miteinander verbindet. Das in der Ausstellung vorgestellte Bild zeigt die Titelseite des Booklets, mit dem sie Texte des Liedes in unterschiedlichen Sprachen begleitet. Sie nahm die A-capella-Versionen des Liedes in 19 verschiedenen Sprachen auf – sogar in Latein – und illustrierte ihre musikalische Reise mit eigenen Fotos und Zeichnungen, passend zu jedem Land.

Maria Bach aus Kaiserslautern stellt das gleiche Thema über einen Kopfhörer dar, der wie eine Frisby-Scheibe im Mittelpunkt des „Universums“ schwebt. Das ringförmige Innere des Kopfhörers stellt sie als Tanzfläche einer Diskothek mit stilisierten menschlichen Figuren dar, die auf einer „musikalischen Reise durch Europa“ tanzen und sich zu einer fiktiven Musik bewegen.

Den Teilwettbewerb „In Europa angekommen – und nun?“, adressierte der 64. Europäische Wettbewerb an geflüchtete Schülerinnen und Schüler und diejenigen, die mit ihnen zusammen leben und lernen. Dieser Impuls zur kreativen Integrationsarbeit wurde begeistert aufgenommen, denn allein 2.450 Schüler/innen mit und ohne Migrationshintergrund reichten Bilder, Texte und Videos zur Lebensrealität Geflüchteter ein.