LEADER-Projekte in Bewegung: EU fördert von der Radstrecke bis zum Bewegungspark

Mit dem Frühling steigt wieder der Tatendrang in den LEADER-Regionen Steinfurter Land und Tecklenburger Land. Vier Projekte werden in Kürze intensiv angegangen, hieß es bei den Mitgliederversammlungen der jeweiligen Lokalen Aktionsgruppe (LAG): die Radstrecke Max-Clemens-Kanal, Vom Beet in den Mund, Mehrgenerationenpark – Viel Platz in Wettringen und Dorfläden all inclusive.

Bild: Kreis Steinfurt: Von der Radstrecke bis zum Bewegungspark - LAG-Vorstände beschließen weitere Maßnahmen

Die Arbeiten für die Radstrecke Max-Clemens-Kanal zwischen Wettringen und Münster sollen noch im Frühjahr beginnen. Neben gängiger Infrastrukturmaßnahmen wie Ausschilderung und Infotafeln, soll die Radstrecke durch einen Rastplatz inklusive Fahrradlehnbügel und E-Bike-Ladestation hinter der Gaststätte Fabry am ehemaligen Maxhafen in Wettringen aufgewertet werden. Außerdem sind Insektenhotels geplant.

Auch die Landfrauen können in Kürze mit dem Projekt "Vom Beet in den Mund" starten. Die LAG Steinfurter Land hat eine Zusammenarbeit mit den Landfrauen beschlossen und ist Träger des Projektes. "Vorgesehen ist, Kindergärten des Steinfurter Landes mit Hochbeeten und den nötigen Geräten auszustatten. Damit soll das Bewusstsein der Kinder für Ernährung und Umwelt gefördert werden", erklärt Désirée Grandke, Regionalmanagerin der LAG Steinfurter Land. Auch hat der LAG-Vorstand den Zuschlag für den Mehrgenerationenpark in Wettringen gegeben. Auf dem hinteren Gelände der Ludgerusschule soll ein barrierefreier Bewegungspark entstehen.

Im Rahmen des Projekts "Dorfläden all inclusive" soll ein Dorfladenverbundsystem entwickelt werden – mit zunächst zwei Läden pro LEADER-Region. Sowohl die LAG Steinfurter Land als auch die LAG Tecklenburger Land haben für dieses Projekt eine Aufstockung beschlossen. Die Dorfläden sollen in Orten mit einer Bewohnerzahl von 500 bis 2000 Einwohnern entwickelt werden. Sie sollen nicht nur die notwendige Nahversorgung sichern sagt Anke Biehl, ebenfalls Regionalmanagerin der LAG Steinfurter Land: "Die Dorfläden sind auch als sozialer Treffpunkt für die Bevölkerung gedacht, indem man zum Beispiel ein Café oder einen Multifunktionsraum einrichtet. Aber es geht auch darum, Dienstleistungen anzubieten, wie beispielsweise ein Paketshop oder eine Abholstelle für Medikamente.