Robotertechnik in kleinen und mittleren Unternehmen

Workshop bei der CLK GmbH in Altenberge.

Live Vorführungen im Technikum

Prof. Dr.-Ing. Antonio Nisch von der Westfälischen Hochschule Bocholt referierte über Entwicklung und Tendenzen der Robotertechnik

Berichten aus der Praxis: Matthias Terlinde und Dr. Carsten Cruse, hier gemeinsam mit dem Moderator Dietmar Auris

Austausch bei schönstem Herbstwetter

Spannendes Programm!

Falten, glätten, knicken und wieder falten – bald schon ist ein Papierflieger fertig. Einen oder zwei Flieger zu bauen, macht sicherlich Spaß. Wenn aber mehrere Hundert Exemplare pro Tag gebaut werden müssten, wäre der Mensch sicherlich bald „genervt“, ermüdet, unkonzentriert und eine gleichbleibende Qualität wäre nicht garantiert.

So sahen es auch die gut 70 Gäste der Veranstaltung „Chancen und Potenziale nutzen – Rotobertechnik in KMU“ am 19. Oktober bei der CLK GmbH in Altenberge. Zwar baut CLK keine Roboter für das Basteln von Papierfliegern, dennoch ist das Prinzip vergleichbar. Ein ganz wichtiger Aspekt in der Robotertechnik ist der Zeitfaktor: Es muss einfach sein, den Roboter zu programmieren, es darf nicht Monate dauern, der Maschine die erforderlichen „Tätigkeiten“ beizubringen, erläutert Dr. Carsten Cruse. Schnell, effektiv und „low cost“, nur unter diesen Voraussetzungen ist der Einsatz von Robotertechnik auch in kleinen und mittleren Unternehmen wirtschaftlich.

Deutschland ist ein Roboterland“, führte Prof. Dr.-Ing. Antonio Nisch von der Westfälischen Hochschule in seinem Vortrag aus. Die eigentliche Entwicklung der letzten Jahre habe in der Sensorik stattgefunden, in der Robotik genauso wie beispielsweise in der Automobilindustrie. Vom einfachen zum intelligenten Roboter: Die Bildverarbeitung stattet den Roboter mit einem neuen „Sinn“ aus, der ihn „sehend“ macht. Damit ist es möglich, Handling-, Montage- und Bearbeitungsprozesse zu automatisieren, ohne dass die Bauteile exakt positioniert und fixiert werden müssen. Dies ist insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen interessant, die üblicherweise nicht in Massenproduktion, sondern mit viel Varianz produzieren. Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mit Beispielen aus der Praxis informierten anschließend Dr. Carsten Cruse (CLK GmbH), Matthias Terlinde (GEA TDS) und Ralf Naßmacher (ABB Robotics).

Zu dieser hoch interessanten Veranstaltung eingeladen hatte Evelyn Decker, Projektleiterin des Automatisierung- und Robotik-Center der WFG Borken zusammen mit der WESt mbH.

WESt-Geschäftsführerin Birgit Neyer stellte in ihrem Schlusswort die geplante Gründung eines „AiR“ – Anwendungszentrum intelligente Robotik - vor. Das Feedback der Unternehmen zeigte, dass sich diese gerne am Aufbau eins Anwendungszentrums beteiligen möchten. In den kommenden Wochen werden die interessierten Unternehmer daher zusammengebracht, um zusammen das Projekt Anwendungszentrum voranzutreiben.

Die Vortragsunterlagen können Sie hier herunterladen:

E. Decker - ARC Automatisierung- und Robotik-Center (1 MB)

Prof. Nisch - Entwicklungen und Tendenzen in der Rotobertechnik (8,5 MB)

CLK - Bildverarbeitung und Rototik (881 KB)

GEA - Integration Roboter (4,4 MB)

ABB - Industrieroboter (2,9 MB)