#Chefsache Digitalisierung - Ideen für den Erfolg von morgen

„Mobile Anwendungen“ lautete diesmal das Thema der Veranstaltung aus der Reihe #Chefsache Digitalisierung, zu der die WESt und Train – Transfer in Steinfurt am 28. Februar eingeladen hatten. Rund 50 interessierte Unternehmer aus verschiedensten Branchen waren dabei und haben sicherlich viele Informationen, Anregungen und Impulse mitgenommen.

Info-Veranstaltung "Mobile Anwendungen" im Senatssaal, Leonardo-Campus, FH Münster (Foto: Stefan Adam)

Prof. Dr. Gernot Bauer (Foto: Stefan Adam)

Prof. Tina Glückselig, FH Münster

Frederik Neuhaus, Tquadrat GmbH Ahlen

Mobile Anwendungen – Trends und MöglichkeitenWie startet ich mit der Entwicklung einer App und wie schaffe ich es bei derzeit rd. 2 Millionen Apps überhaupt Aufmerksamkeit für „meine App“ zu erlangen. Diese und weiteren Fragen erläuterte Prof. Dr. Gernod Bauer, FH Münster, anhand der von ihm mit entwickelten Fahrrad-Navigations-App Naviki. So ist aufgrund von Kooperationen beispielsweise mit Großstädten, Tourismusverbänden oder weiteren B2B Geschäftsmodellen die Naviki-App inzwischen bei rd. 500.000 Nutzern im Einsatz. Unter dem Stichwort „Portabilität“ zeigte Prof. Bauer auf, wie Naviki auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen kann, beispielsweise können Routenkarten per Chip in eine Datenbrille übertragen wurde.

Warum sind Usability und User Experience so wichtig für den Erfolg Ihres digitalen Produkts?
Ein schönes Design entscheidet nicht über den Erfolg einer Anwendung. Usability und User Experience gehören zusammen und dürfen nicht getrennt betrachtet werden, erläutert Prof. Tina Glückselig vom FH-Fachbereich Design. Gute Usability, intuitive Navigationskonzepte und einfache Interaktionen halten den Nutzer und vermitteln Professionalität. Man müsse seine Hauptzielgruppe kennen und die Gestaltung der App sprachlich und visuell darauf ausrichten. Ob die App für den Nutzer effektiv, effizient und zufriedenstellend ist, sollte man anhand verschiedener Nutzertests prüfen, beispielsweise auch einfach im Wege eines „Guerilla Testing“ indem Freunde und Bekannte gebeten werden, die App einmal zu testen, so Prof. Glückselig.

Praxisbeispiel: Clockin Zeiterfassung per Smartphon
Frederik Neuhaus,Tquadrat GmbH Ahlen, präsentierte die Clockin-App, eine mobile Anwendung insbesondere für Arbeitszeit- und Aufttragsdokumentation im Handwerk – eine interaktive Anwendung die es in dieser Art so bisher tatsächlich noch nicht am Markt gab. Mitarbeiter buchen ihre Arbeitszeiten direkt von der Baustelle aus auf dem Smartphone, die Daten werden gleichzeitig zur zentralen Verwaltung an das Personalbüro übertragen. Auch diese App ließe sich in anderen Bereichen, beispielsweise in der Produktion zur Messung von Maschinenstunden für verschiedene Projekte nutzen.

Abschließend informierte Stefan Adam, TAFH Münster, über die Förderprogramme „Innovationsgutschein Digitalisierung“ sowie „go-digital“.

Die Präsentationen der Veranstaltung werden den Teilnehmer in Kürze per Mail zugesandt.