Ibbenbüren stellt sich vor...

Bürgermeister Marc Schrameyer ist seit April 2016 im Amt und portraitiert seine Stadt vor den Hügeln!

Ibbenbüren im Kreis ST
Marc Schrameyer
Kohlekonversion: Besuch der Bürgermeister der Kohlekommunen im Tecklenburger Land in Düsseldorf, Juni 2016 (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Was kann Ibbenbüren was keine andere Gemeinde im Kreis ST kann?
Für mich gibt es tatsächlich einen USP: Die Kohlekonversion! Für Ibbenbüren und  die Region ergeben sich daraus Entwicklungsmöglichkeiten für die Flächen unseres jetzt noch in Betrieb befindlichen Steinkohlenbergwerkes. Das schließt am 31.12.2018. Wir haben mit dem Schachtgelände des Oeynhausenschachtes ein ca. 70 ha großes, industriell geprägtes Gelände zur Verfügung, welches wir als neuen Industrie- und Gewerbestandort gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien und dem Land NRW entwickeln wollen und werden. Ibbenbüren ist damit eine der ganz wenigen Kommunen in NRW, die zusammenhängende Ansiedlungsflächen von mehr als 10 ha für Unternehmen nicht nur derzeit sondern auch in Zukunft zur Verfügung stellen kann.

2012 haben wir begonnen uns auf das Ende der Steinkohlenförderung in Ibbenbüren vorzubereiten. Diesen Prozess betreiben wir -  einmalig in NRW - als interkommunales Projekt gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt und den fünf Umlandgemeinden Hörstel, Hopsten, Mettingen, Recke und Westerkappeln. "Gute Aussichten!" heißt unser Motto. Und genau die sehen wir für die Region, für Ibbenbüren und natürlich für Unternehmen und Gewerbetreibende, die Erweiterungsflächen suchen. Neben den zu entwickelnden Industrie-und Gewerbeflächen stehen für Existenzgründer und Unternehmer zudem vorhandene Hallen, Büroräume und Werkstätten zur Verfügung. Wir verzeichnen bereits seit einiger Zeit ein stetig wachsendes Interesse von Gewerbetreibenden und Unternehmen an den Flächen und Gebäuden, das bereits in konkreten Besichtigungen und Verhandlungen gemündet ist.

Man hört häufig Ibbenbüren, das Hoch im Münsterland – was verbirgt sich dahinter?
Zunächst verbirgt sich dahinter nur der tolle geologische Standort im sonst so flachen Kreis: es geht hier sozusagen hoch her – Stichwort Teutoburger Wald, unsere natürliche und eben höher als der münsterländische Durchschnitt gelegene Umgebung.

Der Ibbenbüren-Slogan „Das Hoch im Münsterland“ zielt aber für mich darüber hinaus vor allem auf das Ibbenbürener Lebensgefühl ab: Ibbenbüren ist eine Stadt mit Pulsschlag. Wer hier lebt, hat’s gut. Grüne Idylle liegt vor der Haustür. Familien finden hier günstigen, attraktiven Baugrund, exzellente Betreuungs-möglichkeiten für den Nachwuchs und eine breit gefächerte Schullandschaft. Ibbenbüren ist eine Einkaufsstadt, die aufgrund ihrer angenehmen, überschaubaren Struktur zum Bummeln einlädt.  In Sachen Kultur kann man aus dem Vollen schöpfen – und genießen. Gleiches gilt auch für die zahlreichen Freizeit- und Sportmöglichkeiten… Kurzum: In Ibbenbüren lebt man mit einem ganz eigenen „Hochgefühl“, wie ich finde und es selbst als Ibbenbürener auch empfinde.

Standort-Plus Infrastruktur: Ibbenbüren ist verkehrtechnisch exzellent angebunden. (Foto: Stadt Ibbenbüren)
Das Eis ist heiß: Jeden Winter bei „Ibbenbüren on Ice“. (Foto: Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH)
Die Stadtbücherei Ibbenbüren versteht sich als Familienbibliothek. (Foto: Stadt Ibbenbüren)
Sagenhafte Aussicht: Die Dörenther Klippen. (Foto: Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH)

Sie sind noch nicht lange im Amt. Was sind Ihre Ziele für die Unternehmen in Ibbenbüren?
Ibbenbüren lebt mit und vom Mittelstand. Ibbenbüren hat sich früh auf den Weg gemacht, die Ansiedlung von Unternehmen und Gewerbetreibenden in Ibbenbüren insbesondere mit geeigneten Flächen zu fördern. Die Gemeinde Ibbenbüren genießt zudem bei Unternehmen einen sehr guten Ruf als Gewerbe-, bzw. vor allem als Industriestandort. Das bestätigen uns immer wieder die Unternehmer selbst. 2015 haben wir sogar den "Oskar" des Mittelstandes als mittelstandsfreundlichste Kommune in Deutschland gewonnen. Osnabrück ist nur auf Platz vier gelandet. Das hat mich persönlich natürlich stolz gemacht und ich finde, das sagt schon einiges aus. Mir geht es darum, Unternehmen ideale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten – und zwar expansionsorientierten heimischen Unternehmen ebenso wie solchen, die es von außerhalb an den Standort Ibbenbüren zieht.

Das bedeutet zum Beispiel, dass wir kontinuierlich unsere Gewerbegebiete weiterentwickeln. Zugpferd ist hier aktuell das Gewerbegebiet Schierloh, das direkt an der Autobahnausfahrt Ibbenbüren-West der A30 liegt und eine hohe Dynamik aufweist. Was Schierloh angeht, legen wir kontinuierlich an Fläche nach. Das ist ein Signal, das von Unternehmen verstanden wird. Entsprechend verläuft der Zugriff auf die attraktiven Flächenangebote.

Neben den sog. harten Standortfaktoren wie Flächenverfügbarkeit, verkehrliche Anbindung etc. spielen gerade aber auch für viele Unternehmer eher die weichen Faktoren eine ganz entscheidende Rolle.  Denn von diesen hängt es maßgeblich ab, ob auch gutes Personal für den Standort gewonnen werden kann. Daher fördern wir als Stadt auch die Bereiche Sport, Musik und Kultur und versuchen, das bestmögliche Betreuungsangebot zu gewährleisten und Kindergartenplätze für die Kleinsten vorzuhalten. Unser und mein erklärtes Ziel ist es, die gute Entwicklung der letzten Jahre weiter voran zu bringen. Wir brauchen verkehrsgünstige Gewerbeflächen, wir brauchen aber auch Wohnbauflächen, Betreuung, Bildung, Kunst, Kultur und Musik, um im Konzert der "Großen" mitmischen zu können.

Was macht für Sie persönlich das Amt des Bürgermeisters aus?
Die Vielfalt der Aufgaben, die Möglichkeit, für Ibbenbüren - meine Heimat - Gutes bewirken zu können, mit den unterschiedlichsten Menschen jeden Tag zu arbeiten, mich dabei fachlich einzubringen, Akzente zu setzen, Impulse zu geben, zu motivieren und schlussendlich zu sehen, dass die Arbeit auch ganz konkrete Früchte trägt. Es ist die Arbeit ganz nah am und mit Menschen, ganz nah an und mit den Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürenern.

Was muss jeder in Ibbenbüren einmal gesehen haben? – Gibt es einen Lieblingsort?
Meine glasklaren Top 3 in Sachen Ibbenbüren sind:

1. Ibbenbürens "gute Stube" - die Innenstadt (am besten mit einer Führung des Nachtwächters oder auf der Sandsteinroute zu erkunden)

2. Die Aussicht von der Rudolfschachthalde bei gutem Wetter

3. Das hockende Weib (sehr zu empfehlen unser gleichnamiger Premiumwanderweg "Hockendes Weib" - er beschert dem Wanderer nicht nur fantastische Ausblicke sondern auch eine bemerkenswerte Natur)

Ich behaupte: Wer das nicht kennt, kennt Ibbenbüren nicht. Deshalb sage ich schon mal prophylaktisch in Richtung all derer, die am Ende dieses Interview lesen werden: Herzlich willkommen in Ibbenbüren!

Schmaus fürs Auge: Die Ibbenbürener Innenstadt kann sich sehen lassen. (Foto: Stadt Ibbenbüren)