Steinfurt stellt sich vor...

Man nennt es auch die Symphonie des Münsterlandes - Frau Bögel-Hoyer stellt uns ihre Kreisstadt vor!

Steinfurt stellt sich vor...

Steinfurt - unsere Kreisstadt.
Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer.
Heinrich Neuy-Museum, Bauhauskunst
Unternehmerfrühstück Steinfurt - Dank an Referenten.
Unternehmerfrühstück Steinfurt - immer gut besucht!
 

Was kann Steinfurt, was keine andere Gemeinde im Kreis ST kann? Steinfurt ist das ganze Münsterland komprimiert in einer Doppelstadt. Deshalb nennen wir es „die Symphonie des Münsterlandes“: Leben und arbeiten in unserer schönen Kreisstadt, sich wohlfühlen in dem einzigartigen Bagno-Park, der die beiden Stadtteile Burgsteinfurt und Borghorst verbindet. Eine international beachtete Fachhochschule und offene Menschen, unter denen man ganz schnell heimisch wird. Das liegt auch an der einzigartigen Ökumene und dem überragenden Vereinsleben. Hier findet jeder etwas: Kultur, Kunst und Musik bis zur Weltklasse-Vorstellungen in unserer barocken Konzertgalerie. Von zahlreichen Kitas über Haupt- und Realschulen bis zu den zwei Gymnasien bieten wir eine ausgezeichnete Schullandschaft mitten in der schönen münsterländischen Parklandschaft. Hinzu kommen zwei Bäder, das Bauhaus-Museum und die älteste Ringburganlage des Münsterlandes. Und wir erzeugen 154 Prozent unseres Strombedarfes aus erneuerbaren Energien selbst. Herz, was willst du mehr?

Natürlich verfügt Steinfurt auch über ein Krankenhaus, das sogar vom Universitätsklinikum Münster geführt wird. Manche sagen, Steinfurt sei das kleine Münster. Ich sage: „Gäbe es diese wundervolle     Stadt und ihr Bewohner nicht, man müsste sie erfinden. Hier lässt sich leben! Schauen Sie doch    einfach mal vorbei!“

Sie haben eine Ausbildung im IT Bereich. Was bringen Sie aus dieser techn. Disziplin für Ihre jetzige Funktion mit? Das logische Denken und die Geduld, Probleme zu lösen. Denn Probleme sind - wie bei der IT - in Aufgaben verpackte Lösungen. Wenn Sie mich gefragt hätten, was ich aus meiner bisherigen, politischen Laufbahn für meine jetzige Funktion mitbringe, würde ich Ihnen antworten: Vier Jahre Bundestag sind für mein Bürgermeisteramt die beste Schulung gewesen. Dazu kommen 30 Jahre in führenden Positionen in der freien Wirtschaft, meine Überzeugung, dass Erfolg in erster Linie das Ergebnis des eigenen Verhaltens ist und mein fröhliches Naturell.

Was machen Sie anders als Ihr Vorgänger?Ich bin bürgernah und gern unter den Menschen, also mittendrin. „Hören was ist und machen was geht!“, das ist mein Leitmotiv. Das Amt ist wundervoll und bereitet mir sehr viel Freude. Mein Mann und ich wohnen, arbeiten und leben in Steinfurt. Mitten unter den Menschen. So bin ich für jeden  überall ansprechbar. Jeder Bürger hat meine Dienst-Handynummer. Nur wer weiß, was die Menschen wollen, kann sie auch vertreten! Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern. Mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeite ich auf Augenhöhe. Ich wertschätze sie sehr, denn sie leisten gute Arbeit. Man muss die Menschen mitnehmen, Ihnen auch einfach mal DANKE sagen.

Sie haben das Konzept des Unternehmerfrühstücks verändert.Wollen Sie unternehmensnäher werden?
Wirtschaft ist wahrlich nicht alles. Aber ohne eine funktionierende Wirtschaft ist alles nichts!

In meiner politischen Laufbahn war ich immer unternehmensnah. Das ist ja auch mein Ursprung! Das Geld, was eine Stadt ausgeben will, muss schließlich auch vorher irgendwo erarbeitet werden. Bereits als Ratsmitglied war ich im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft, war Mitglied im Landesfachausschuss Wirtschaft in Düsseldorf und natürlich als Abgeordnete des Deutschen Bundestages mittelstandspolitische Sprecherin im Wirtschaftsausschuss.

Die Unternehmerfrühstücke lasse ich reihum in Unternehmen oder Institutionen stattfinden, weil ich die Kooperation zwischen den Unternehmen im Ort gerne stärken möchte. Es ist langweilig, wenn man sich immer nur an einem Ort trifft. Zudem finden jetzt mindestens 3 Treffen im Jahr statt, die alle auf großes Interesse stoßen. Jedes Mal nehmen über 80 heimische Unternehmerinnen teil. Für mich ist Unternehmensbetreuung und Unternehmensansiedlung Chefsache. Wir bieten Ansiedlungswilligen das „Rundum-Sorglos-Paket“, indem wir Hürden beseitigen, statt sie aufzubauen. Seit meiner Amtseinführung besuche mindestens zweimal im Monat Unternehmen, um mit den Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen. Mein Ziel ist eine Wohlfühlkultur für jeden, der in Steinfurt lebt und arbeitet.

Fachhochschule Münster - Campus Steinfurt.
Luftbild Borghorst.
Göckenteich in Borghorst - Blick auf die Nikomedeskirche.
Luftbild - Schloss in Burgsteinfurt.
Große Allee in Steinfurt.
 

Spielt für Sie der Steinfurter Hochschul-Campus eine wichtige Rolle?
Die Hochschule ist ein Pfund mit dem wir wuchern können. Deshalb habe ich gleich nach Amtsbeginn die Präsidentin Frau Prof. Dr. von Lojewski und das Präsidium zu einem Gespräch eingeladen, um die Zusammenarbeit zu stärken. Ein Unternehmertreffen fand auch bereits in der Hochschule statt. Eine phantastische Chance zur Kooperation zwischen innovativen Unternehmen und der Forschung. Eine Gruppe von Studenten erarbeitet gerade im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Studie für unsere Stadt zur Verbesserung der Vermarktbarkeit unserer Gewerbegrundstücke.

Sie sind BM in einer zweigeteilten Kommune bzw. der Kreisstadt Steinfurt. Ist dies eine extra Herausforderung für die Kommune und wie ist das Bürgergefühl heute in Steinfurt?
Dass unsere Stadt zwei gleich große Ortsteile hat, führt dazu, dass es fast alles doppelt gibt. Das sehe ich inzwischen allerdings sogar als Chance und Vorteil. Borghorst und Burgsteinfurt haben sehr unterschiedlich Stärken, die es zu stärken gilt. Es ist wichtig, dass man den Bürgern ihre Identität lässt und sie nicht gleichzumachen versucht: Leben und leben lassen! Beide Ortsteile und ihre Bewohner haben ihren unverwechselbaren Charme. Bei uns kann im wahrsten Sinne des Wortes jeder nach seiner Facon selig werden. Glück ist eine individuelle Größe und lässt sich nicht verordnen. Denn jeder Jeck ist bekanntlich anders!

Was gibt es zum Thema Gemeindepartnerschaft mit dem niederländischen Rijssen-Holten zu sagen? Wir haben drei Städtepartnerstädte: 1974 Rijssen-Holten in den Niederlanden kurz vor Almelo, 1975 Liedekerke in Belgien nahe Brüssel und seit 1990 Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern nicht weit von Wismar an der schönen Ostsee. Obwohl noch gar nicht vereidigt, hatte ich bereits eine Woche nach meiner Wahl die Delegationsleitung des Partnerbesuches nach Belgien zu übernehmen. Nach meiner Amtseinführung ging es dann umgehend zum Antrittsbesuch nach Rijssen-Holten. Den Bürgermeister von Neubukow kannte ich schon aus meinen Urlauben in meiner Bundestagszeit. An jedem Unternehmerfrühstück in Steinfurt nehmen seit meiner Amtsübernahme Vertreter der Stadt Rijssen-Holten teil, um länderübergreifende Synergien zu erzeugen und Erfahrungsaustausche zu bestimmten Sachthemen zu ermöglichen. Denn Rijssen-Holten liegt schließlich nur 55 Autominuten von Steinfurt entfernt.

Was muss jeder in Steinfurt einmal gesehen haben? – Gibt es einen Lieblingsort?
Steinfurt ist ein Gesamtkunstwerk und seit Jahrhunderten gewachsen. Die alte Ringburg, in der noch heute die Fürstenfamilie zu Bentheim und Steinfurt wohnt, die Schlossmühle, das Alte Rathaus, der historische Marktplatz, die Alte Schule (älteste Hochschule Westfalens), der einzige Kreislehrgarten Deutschlands, der Bagno-Park mit der einzigen freistehenden barocken Konzertgalerie Europas, die große evangelische Kirche an der Kommende, die katholische Nikomedes-Kirche, das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum, benannt nach dem Kandinsky-Schüler Heinrich Neuy, und die vielen guten Lokale in beiden Ortsteilen. Es gibt sehr viele schöne Stellen in und um Steinfurt. Eine Entdeckungstour der besonderen Art wartet auf Sie. Seien Sie auf „die Symphonie des Münsterlandes“ neugierig. Steinfurt lohnt sich!

Mein persönlicher Lieblingsort ist die Hollicher Mühle. Wenn ich mir mal frischen Wind um die Nase wehen lassen möchte, fahre ich dorthin, lasse die Gedanken schweifen und genieße den Weitblick bis zum Teutoburger Wald.