Förderbescheid für Zukunftsprojekt: WESt beteiligt sich an Entwicklung innovativer Energiekonzepte in Gewerbegebieten

Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt) treibt die nachhaltige Entwicklung der Region weiter voran: Die Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt erhielt jetzt den Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Münster für ihre Beteiligung am Projekt „ReNET-EV“.

Steigende Energiekosten, volatile Märkte und wachsende Anforderungen an den Klimaschutz stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. Ein neues, mit 1,58 Millionen Euro gefördertes Projekt setzt genau hier an: Mit sogenannten kooperativen Energiesystemen sollen Gewerbegebiete im Münsterland zukunftsfähig aufgestellt werden.„ReNET-EV“ steht für „Regionale Netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten". Ziel ist es, die Energieversorgung in Gewerbegebieten im Münsterland klimafreundlich weiterzuentwickeln und Unternehmen gleichzeitig zukunftssicher aufzustellen.

Als Projektpartnerin bringt die WESt ihre regionale Expertise ein und unterstützt die Umsetzung vor Ort. Koordiniert wird das Projekt von der Wirtschaftsförderung Münster. Insgesamt werden zehn ausgewählte Gewerbestandorte im Münsterland untersucht. Dabei werden Energiebedarfe, Potenziale und bestehende Infrastrukturen analysiert und in sogenannten digitalen Zwillingen abgebildet. Auf dieser Grundlage lassen sich passgenaue und zukunftsfähige Energieversorgungskonzepte entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung kooperativer Anreiz- und Betreiberstrukturen. Ziel ist es, Investitionen in erneuerbare Energien wirtschaftlich tragfähig zu gestalten und deren großflächigen Einsatz in Gewerbegebieten zu fördern. Durch die Vielfalt der beteiligten Pilotstandorte – etwa hinsichtlich Lage, Entwicklungsstand und Unternehmensstruktur – sollen die Ergebnisse auf viele weitere Regionen in Nordrhein-Westfalen übertragbar sein.

„Mit ReNET-EV entwickeln wir gemeinsam mit Unternehmen vor Ort neue Ansätze für die Energieversorgung in Gewerbegebieten. Im Fokus stehen dabei innovative Konzepte wie die gemeinsame Nutzung von lokal erzeugter Energie, intelligente Lastverteilung und die bessere Integration erneuerbarer Energien. Ziel ist es, die Energieversorgung effizienter, wirtschaftlicher und zukunftsfähig zu gestalten. “, erklärt Sonja Raiber, die das Projekt bei der WESt betreut.

Das Projekt läuft vom 1. April 2026 bis zum 30. Juni 2029. Die WESt erhält hierfür eine Förderung in Höhe von rund 92.000 Euro.

In einem ersten Schritt werden die Energiedaten der 23 assoziierten Partnerbetriebe erhoben. Zu den beteiligten Unternehmen mit Sitz im Kreis Steinfurt gehören G33, Bentec, ABC Klinker, Westfalen AG und die Stadtwerke Tecklenburger Land. Im Kreis Steinfurt sollen zwei Gewerbegebiete untersucht werden, eines in Hörstel, ein anderes in Ibbenbüren.

Koordiniert wird das Projekt von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Weitere Verbundpartner sind die FH Münster University of Applied Sciences, die Kerith GmbH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG), die Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH (wfc), die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH (gfw) sowie die WESt. Das Gesamtfördervolumen des Projekts liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. 

Mit Projekten wie ReNET-EV engagiert sich die WESt aktiv für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und unterstützt Unternehmen dabei, den Herausforderungen der Energiewende erfolgreich zu begegnen.

Das Projekt „Regionale Netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten“ (ReNET-EV) wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW durch die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW kofinanziert.

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Sonja Raiber (2.v.l.) mit allen Projektbeteiligten und Regierungspräsident Andreas Bothe (6.v.l.). ©Bezirksregierung Münster
Sonja Raiber (2.v.l.) mit allen Projektbeteiligten und Regierungspräsident Andreas Bothe (6.v.l.). ©Bezirksregierung Münster
Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an Sonja Raiber (WESt). ©Bezirksregierung Münster
Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an Sonja Raiber (WESt). ©Bezirksregierung Münster
Der Startschuss für das münsterlandweite Projekt „Energieverbünde“ ist gefallen (v.l.): Elmar Wendtland, zuständig für Innovation, Fördermittel und -projekte der gfw Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH, Dominik Wilhelm, Projektleiter Nachhaltigkeit der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld, Dieter Bergmann, Berater Energieverbünde der wfc, Sonja Raiber, Beraterin für Standort- und Infrastrukturentwicklung bei der Wirtschaftsförderungs- und
Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH, Renate Warmers, Innovationsberaterin der WFG für den Kreis Borken, und Phillip Sommer, FH Münster. Foto Sabrina Becker/wfc Coesfeld