Wie Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil werden kann

Unternehmen müssen sich nachhaltiger aufstellen, um erfolgreich für die Zukunft zu sein. Dass das keine leere Floskel ist, sondern der Realität entspricht, bewies das Expertenforum „Zukunft Wirtschaft“ im TaT Themenpark Rheine am Mittwoch.

Unternehmerinnen, Unternehmer und Gründungsinteressierte waren vom Verbundprojekt „Grünes Gründen Münsterland“, der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH und der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH eingeladen. Insgesamt waren rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort.

WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues hat gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Andreas Grotendorst (Vorstand Münsterland e.V.) die Veranstaltung eröffnet und betonte: „Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft gelingt nur gemeinsam. Der offene Austausch und die praxisnahen Einblicke aus der Region sind dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Ein besonderer Impuls ging von der Keynote von Prof. Dr. Katharina Reuter (Geschäftsführerin Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW)) aus, die Nachhaltigkeit klar als Chance für die lokale Wirtschaft einordnete. „Zwischen Wirtschaft und Klimaschutz steht kein Oder, sondern ein klares Und. Nachhaltigkeit ist kein Auslaufmodell, sondern die Grundlage wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Sie reduziert Risiken, stärkt Resilienz und wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen“, sagte Reuter. Steigende Kosten fossiler Energien und sinkende Preise für erneuerbare Technologien zeigten klar: Der Wandel sei ökonomisch unausweichlich. Außerdem veranschaulichte sie, mit welchen Strategien Unternehmen Klimaschutz nicht als Pflicht, sondern als Differenzierungsmerkmal nutzen können – gegenüber der Konkurrenz, bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften und der Erschließung neuer Märkte.

In der anschließenden Talkrunde, moderiert durch Christian Holterhues, brachten regionale Start-ups (u.a. LOPPI UG, SEADS, Environ Energy, Pangea Group) ihre unterschiedliche Perspektiven auf nachhaltige Wertschöpfung im Münsterland ein. Ergänzt wurde das Programm durch einen Impuls der NRW.BANK zu aktuellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Das Verbundprojekt „Grünes Gründen Münsterland“ wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert. Der Münsterland e.V. setzt es als Leadpartner gemeinsam mit folgenden Partnern um: Handwerkskammer Münster, IHK Nord Westfalen, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Fachhochschule Münster, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, Technologieförderung Münster und Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt. Laufzeit des Projekts ist bis Februar 2027.

Quelle: Münsterland e.V./WESt

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Beim Expertenforum (v.l.): Yassine Mokdad (EWG Rheine), Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Prof. Dr. Katharina Reuter (Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft), Andreas Grotendorst (Münsterland e.V.) und Christian Holterhues (WESt).
WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues moderierte das Expertenforum. Fotos: ©Münsterland e.V./Philipp Fölting
Beim Expertenforum (v.l.): Yassine Mokdad (EWG Rheine), Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Prof. Dr. Katharina Reuter (Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft), Andreas Grotendorst (Münsterland e.V.) und Christian Holterhues (WESt).
Beim Expertenforum (v.l.): Yassine Mokdad (EWG Rheine), Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Prof. Dr. Katharina Reuter (Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft), Andreas Grotendorst (Münsterland e.V.) und Christian Holterhues (WESt).